Übergang auf kollektive Wirtschaftsführung

Schon 1929 wurde in den Dörfern der deutschen Ansiedlung Aufklärungsarbeit für gemeinsame Wirtschaftsführung getrieben. Auf den Dorfsversammlungen wurde für Bildung von landwirtschaftlichen Genossenschaften (Artels) agitiert. Es wurde betont, was für ein Vorteil diese Artels für die Armbauern, auch für die Mittelbauern haben könnten, wieviel produktiver die neue Zugkraft, der Traktor, ausgenutzt könnte werden. Welche Vorteile diese Wirtschaftsführung für die einzelnen Familien haben könnte, wo es möglich wäre die kleinen Kinder in Kindergärten unterzubringen. Auch wurde darauf hingewiesen wieviel leichter es wäre, sehr schwere Arbeiten gemeinsam zu verrichten. Es gab auf solchen Versammlungen Meinungsverschiedenheiten, heftige Wortgefechte für und wider diesem Vornehmen. - Wir haben schon gesehen, dass solche Genossenschaften nicht aus der Armut kommen können! Meinten einige auf die Genossenschaft vorwärts hindeutend. – Hör doch auf! „Vorwärts“ bekam das schlechteste Land! meinten andere – Ist das wohl mit unserem Land zu vergleichen? – Der Bauer ist nicht gewöhnt gemeinsam zu leben und zu arbeiten. Er will selbstständig sein, seine Kraft in sein eigenes Land einsetzen. – Aber das Land bleibt auch unser Land! Kann wohl nicht jeder mit Kräften mithelfen, unser Reichtum zu vermehren? – Aber wenn einer mit voller Kraft seine Siele zieht, und der andere nebenan hemmen wird. Wie bringst du das zusammen? – Dem Faulen kann ja man weniger zahlen! – Sowas gab es noch nicht in der Welt! – Und doch! - meinte ein. Belesener Bauer.–Denkt an Jakob Hutter aus Tirol! Und der erzählte den anderen, dass Jakob Hutter in Tirol auch in mehreren ....

Fritz van Bergen Sammlung

Das Material stammt aus der Sammlung des Lehrers Fritz von Bergen und es befand sich unter den Unterlagen von Hermann Thiessen (verstorben), dessen Sammlung ich aufgekauft habe. Hermann Thiessen hat dieses Material durchgearbeitet und daraus Index Karten gemacht. Diese sind in dieser Tabelle unten als PDF Dateien mit den entsprechenden Namensbuchstaben zusammengefasst. Darunter sind zirka 1700 Karteikarten.

‘Valley of Tears’

Johann Funk (1861-1932), born in Schoendorf, and Helena Loewen (1863-1938), born in Schoenhorst, were married in 1883, and in 1888, became founding members of the village of Katerinowka, a daughter colony of Chortitza. The Funk’s farmed about 450 acres and operated a mill, which was powered by an Otto-Deutz motor. Johann Funk had built his own brick factory at a nearby pond. In Katerinowka, only the Funks were members of the Mennonite Brethren Church, situated in nearby Milloradowka. Johann and Helena were pious followers of Christ, and raised their family of 13 children to become faithful followers as well (five children died in infancy). Although the law forbade Mennonites from proselytizing, they were permitted to testify to their faith if asked questions, which they did freely.
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