Pädagogischer Kurs in Slawgorod

Dieses Foto von den Teilnehmern der Lehrerausbildung in Slawgorod stammt aus dem Jahr 1921. Das Foto hat uns Gerda Vogt aus Kanada zugeschickt. Ihr Großvater Abram Löwen GM #641428 absolvierte 1921 in Slawgorod eine Lehrerausbildung. Zu seinen Lehrern gehörten Franz Franzewitsch Froese und einige russische Lehrer. Abram Löwen liegt vorne, zweiter von links. In der letzten Reihe, 6ter von links steht Bernhard Harder, er war Lehrer in Alexanderkrone (Kusak), Schönsee, Karatal und Halbstadt. Franz Franz Fröse sitzt sehr wahrscheinlich in der mitleren Reihe, dritter von links.

Aus dem Buch von Abram Löwen „Mein Leben sie ein Wandern“, Seite 31:
https://neu.chortitza.org/2025/08/mein-leben-sei-ein-wandern/

…Mein Vater sah nun ein, dass er an mir etwas versäumt hatte. Er wollte nun versuchen, es nachzuholen, und schickte mich nach Slawgorod, wo ein Pädagogischer Kursus von Lehrer Franz Franzewitsch Fröse und einigen russischen Lehrern geboten werden sollte.

Trotz meiner schwachen Vorbildung – ich hatte nur die Dorfschule besucht – mischte ich mich unter die Lehrer, die schon jahrelange Praxis hatten und die nun ihre pädagogischen Kenntnisse erweitern wollten. Ich hatte keine Idee was Pädagogik war und in sich schloss; aber ich war begierig nach mehr Wissen und Bildung, so dass ich wohl der aufmerksamste Student war. Mit Heißhunger nahm ich auf, was auf diesem Kursus geboten wurde.

Der Kursus dauerte einige Wochen und war für mein späteres Leben mir eine große Hilfe…“

Willi Frese

Willi Frese

Genealogie ist ein spannendes Hobby, bei dem die Zeit vergeht, wie im Flug. Das riesige Glück, dass ich in den letzten Jahren hatte, war die Entdeckung von zwei Tagebüchern, die mich auf die Reise in die Vergangenheit mitgenommen und den Einblick in das Leben meiner Vorfahren Wall, Fröse und Ekkert ermöglicht haben. Die Aufarbeitung der entdeckten Dokumente tragen einen großen Beitrag zu der Erforschung der Kolonie Am Trakt, ein Teil der Deutschen Geschichte, bei. Mit 30 bin ich mit meiner Frau und beiden Söhnen aus Sibirien nach Deutschland gekommen. Mit 40 hat mich mein Arbeitskollege Manfred E. für seine Begeisterung, die Ahnenforschung, angesteckt. Mit 50 lernte ich Willi Vogt kennen, der mich ermutigte bei ihm mitzuwirken.
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